Die Verlobten des Winters – Christelle Dabos

Kurzbeschreibung (Verlag):

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Der Auftakt zu einer großen Serie

Am liebsten versteckt sie sich hinter ihrer dicken Brille und einem Schal, der ihr bis zu den Füßen reicht. Dabei ist Ophelia eine ganz besondere junge Frau: Sie kann Gegenstände lesen und durch Spiegel reisen. Auf der Arche Anima lebt sie inmitten ihrer riesigen Familie und kümmert sich hingebungsvoll um das Erbe der Ahnen. Bis ihr eines Tages Unheilvolles verkündet wird: Ophelia soll auf die eisige Arche des Pols ziehen und einen Adligen namens Thorn heiraten. Was hat es mit der Verlobung auf sich? Wer ist der Mann, dem sie von nun an folgen soll? Und warum wurde ausgerechnet sie, das zurückhaltende Mädchen mit der leisen Stimme, auserkoren? Ophelia ahnt nicht, welche tödlichen Intrigen sie auf ihrer Reise erwarten, und macht sich auf den Weg in ihr neues, blitzgefährliches Zuhause.

Eine unvergessliche Heldin, eine atemberaubende Welt von Archen und Familienklans, eine Geschichte, wie sie noch nicht erzählt wurde – Christelle Dabos hat mit ihrer Serie um die Spiegelreisende ein sagenhaftes Universum geschaffen, in dem man ewig verweilen möchte.

Zur Autorin (Verlag):

Christelle Dabos wurde 1980 an der Côte d’Azur geboren. Nach ihrem Studium zog sie nach Belgien und arbeitete als Bibliothekarin. Als sie 2007 an Krebs erkrankte, begann sie zu schreiben. Zunächst veröffentlichte sie Auszüge aus Die Spiegelreisende im Internet. Nachdem sie den Jugendbuchwettbewerb von Gallimard Jeunesse gewonnen hatte, wurde der erste Band der Serie, Die Verlobten des Winters, publiziert und entwickelte sich rasch zu einem Bestseller. Mittlerweile sind zwei weitere Bände erschienen, und Christelle Dabos schreibt am Abschluss der Tetralogie.

Meine Meinung:

Ophelia ist eigentlich mit ihrem Leben recht glücklich. Als Leiterin des Museums ihrer Arche kann sie das tun, woran sie am meisten Vergnügen hat, sie kann Dinge lesen. D.h. alle Dinge die sie mit bloßen Händen berührt, offenbaren ihr ihre Vergangenheit. Doch eines Tages kommt alles anders als sie gedacht hat. Sie soll heiraten und zwar jemanden von der Arche Pol.

Thorn kommt dann auch um sie abzuholen und so beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens. Nur von ihrer Tante begleitet gerät sie auf Pol in eine Gesellschaft, in der alles nur Schein ist und man niemanden vertrauen kann.

Christelle Dabos schafft mit ihren Archen eine Welt, die unserer zwar noch in manchen Dingen ähnlich ist, aber dann doch wiederum komplett anders sind. Auf Pol herrschen die Clans, es wird intrigiert und auch nicht vor tödlichen Unfällen zurückgeschreckt. Jeder Clan verfügt über andere Fähigkeiten. Und jeder Clan hält sich von den anderen fern.

Ich hatte am Anfang etwas Probleme ins Buch zu kommen. Die Geschichte wird komplett aus Ophelias Sicht geschildert und so bekommt der Leser genauso wenige Informationen über Pol und seine Gesellschaft wie sie selbst. Daher ist es am Anfang nicht besonders aufregend, wird Ophelia doch wie eine Gefangene im Palast von Thorns Tante Berenilde gehalten. Erst als es in den Mondscheinpalast geht und Ophelia in eine Verkleidung schlüpfen muss, versteht man diese Welt besser.

Ophelia fand ich bewundernswert. Sie führt zu Hause ein sehr ruhiges Leben, ist ziemlich tollpatschig und ohne Brille auch noch so gut wie blind. Und dann wird sie nach Pol verfrachtet, ohne auch nur ansatzweise etwas über diese Welt zu wissen, die sich komplett von ihrer Heimatwelt unterscheidet. Und obwohl sie immer wieder in Situationen gerät, in denen ihr alles um die Ohren zu fliegen scheint, schafft sie es allerlei Intrigen zu überwinden und sich selbst eine Meinung zu bilden. Sie reift in diesen Monaten und lernt sich selbst zu vertrauen.

Am Ende mochte ich das Buch eigentlich nicht mehr zuklappen, so sehr war ich in diese Welt versunken. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird.

Ich muss hier auch noch ein paar Worte zur Gestaltung des Buches verlieren. Das Hardcover ist mit einem Lesebändchen ausgestattet und mit einem zusätzlichen Lesezeichen in Coverfarbe, auf dem die wichtigsten Personen des Buches und ihre Rolle beschrieben sind. Das hat mir richtig gut gefallen und am Anfang geholfen mich mit den wichtigsten Personen vertraut zu machen.

Christelle Dabos ist es gelungen eine neue, unverwechselbare Buchreihe zu starten, die Lust auf mehr macht. Ich freue mich, dass die nächsten Bände bereits vom Insel Verlag angekündigt sind und die Autorin gerade Band 4 beendet.

Von mir daher eine volle Leseempfehlung!
9 von 10 Punkte


Werbung:

Das Buch beim Verlag (inkl. Leseprobe)

Die Website zur Reihe

weitere Rezensionen:
Rezension bei Friedelchens Bücherstube
Rezension bei Golden Letters

ReihenInformation:
Die Spiegelreisende:

  1. Die Verlobten des Winters
  2. Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast
  3. Das Gedächtnis von Babel
  4. Im Sturm des Echos (21.06.2020)

Herzlichen Dank an vorablesen und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Produktinformation (Amazon):

  • Gebundene Ausgabe: 535 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (10. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458177922
  • ISBN-13: 978-3458177920
  • ASIN: B07JMCJ7G3
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

3 Kommentare zu „Die Verlobten des Winters – Christelle Dabos

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